Die Schwachstelle jedes AC's

 

 Alles, aber auch wirklich alles in diesem Universum hat eine Schwachstelle... Man muss Sie nur ergeizig genug suchen!!!

 

Die Trojanische Bewerbung ist ein wahres Experiment, das von John Rizos 2 Jahre lang durchgeführt wurde. In diesem Experiment wurden die Assessment Center und Auswahlprozesse von verschiedenen Unternehmen unter die Lupe genommen und analysiert. Die Ergebnisse, die dabei herauskamen, waren atemberaubend!

 

Das berühmt berüchtigte Assessment Center, vor dem so viele Bewerber ein mulmiges Gefühl bekommen ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein stinknormaler Test! Die Bewerber werden durch die Komponenten dieses Tests, auf verschiedene Merkmale, die für die ausgeschriebene Stelle gefordert werden, getestet. Was würde aber passieren wenn man auf einmal Zugriff auf diese Tests bekommen könnte?

Was, du glaubst das ist nicht möglich?? Falsch, meine Damen und Herren, heutzutage ist alles möglich!

Um mit Assessment Centern richtig umgehen und schon vorher an deren Tests herankommen zu können, muss man aber erst verstehen wie diese aufgebaut sind! Eigentlich ist die Struktur eines Assessment Centers sehr simpel und bildet zugleich auch seine größte Achillesferse:

 

 

 

Diese Grafik zeigt uns wie jedes Assessment Center aufgebaut ist.

Und nun kommen wir zum wesentlicheren Teil des AC's: Das Entscheiden des Weiterkommens oder nicht eines Bewerbers!

Um das aber verstehen zu können muss man wissen wie die Auswertung der verschiedenen Komponenten, von den jeweiligen Personalern und den extern kooperierenden Recruiting - Beratern, durchgeführt wird.

 

Hier ein Auszug vom Buch << Die Trojanische Bewerbung >> (2. Auflage / S.172 - S173) :

 

25.1 Wie funktioniert ein Assessment Center?

Im letzten Jahrhundert fingen Psychologen an verschiedene Testverfahren zu entwickelten, mit denen man die Fähigkeiten einer Person oder sogar ganzer Personengruppen untersuchen konnte. Man wollte eine Methode finden mit der man die verschiedenen Personen, durch ihre Testergebnisse, in eine Gruppe zuordnen konnte und die wiederum sollte Auskunft darüber geben können, ob jemand für eine bestimmte Stelle im Unternehmen der Richtige war oder nicht!


Alle Tests, die bei den verschiedenen Untersuchungen angewendet wurden, mussten zuvor, um richtige Ergebnisse liefern zu können, an mehr als tausend Probanden angewendet werden! Bei diesen Probanden gab es solche, die bei den Tests sehr gut abschnitten, solche die eher mittelmäßig waren und solche die in den Tests sehr schlechte Resultate hervorbrachten.


Um bei der Auswertung der Tests die besten Resultate bekommen zu können, sah man sehr schnell, dass es nicht nur um die vielen richtigen Antworten gehen durfte, sondern auch um die Zeit in der diese Tests von den verschiedenen Probanden gelöst wurden. Somit spricht man in diesem Fall nicht nur von den Prozenten, die die Probanden als richtige Antwort gaben, sondern vom Prozentrang den die Probanden in den verschiedenen Tests erreicht haben.


Infolgedessen kommt es nicht nur darauf an, dass der Proband möglichst viele Testaufgaben richtig löst, sondern dass ihm auch die Lösung so schnell wie möglich gelingt! So kann es durchaus auftreten, dass von jemandem alle Testaufgaben richtig gelöst wurden, er aber trotzdem einen sehr niedrigen Prozentrang erreichen konnte, weil er für die Lösung der Aufgaben zu viel Zeit in Anspruch genommen hatte. Denn auch in einer brenzligen Situation, die im Alltag auftreten kann, darf man nicht lange überlegen, sondern muss schnell reagieren können!


Um nun zu sehen wie gut jeder Proband im Vergleich mit den anderen Probanden ist, lässt man alle den << gleichen >> Test machen. Nimmt man somit 100 Personen, so gibt es einen der als Bester und einen der als Schlechtester diesen Test abgeschlossen hat. Der Beste wird alle oder fast alle Einheiten des Tests richtig gelöst haben und zudem noch eine sehr kurze Zeit für die Lösung benötigt haben… Der Schlechteste wird fast alle der verschieden Einheiten des Tests falsch gelöst, vielleicht noch lange für die Lösung dieser gebraucht haben oder viele richtig gemacht, aber eine besonders lange Zeit dafür in Anspruch genommen haben…

 

 

Das Schlüsselwort hier, meine Damen und Herren, das alle Tore öffnet ist das Wort gleich ! Das Experiment der Trojanischen Bewerbung hat in seiner 2-jährigen Anwendung gezeigt, wie es nun möglich ist jedes Assessment Center, jedes Vorstellungsgespräch aber auch jede Art von Auswahlverfahren der Unternehmen einfach zu knacken! 

In jedem Auswahlverfahren geht es nämlich um Statistik, um den Prozentrang! Somit müssen auch alle Bewerber, schön einer nach dem anderen, die gleichen Tests durchlaufen, damit sie in die Statistik des jeweiligen Unternehmens auch eingeordnet werden können! Was würde aber auf einmal passieren, wenn jemand eine Methode gefunden hätte sich diese Tests schon vorher zu holen? Wenn jemand vieleicht noch anfangen würde diese Tests zu streamen? Einfach an jemand anderes weiterzugeben... Wie es auch mit den Hollywood - Blockbustern passiert?

Das 2-jährige Experiment der Trojanischen Bewerbung zeigt ganz klar, dass sich die heutzutage vermeintlich moderne Personaldiagnostik, auf die Methoden und Testverfahren von Psychologen des vorherigen Jahrhunderts stützt und somit nun von jedem Bewerber ganz leicht zu knacken ist!